Regelwerk Jugend - Aries Scutum

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Regelwerk Jugend

Schwertkampf


Nürnberger Regelwerk für VK-Schwertkampf Jugend

Version 1.0
® Zitadelle e.V. 05/2013



Waffendisziplinen:

Disziplin Schwert & Schild (Polsterwaffen):

- Waffe: Polsterwaffe – „Schwertsimulator“ -
die einhändig geführt werden kann.

- Zulassungskriterien: die Waffen werden vom Turnierorganisator gestellt.

- Schildabmessungen: die Schilde werden vom Turnierorganisator gestellt.


Alterskategorien:

Kategorie I: 12-14 Jahre

Kategorie II:15-17 Jahre.


Schutzausrüstung:

Die Schutzausrüstung muss den Kämpfer gegen direkte Wirkung der im Turnier zugelassenen Kampftechniken und Waffen schützen.

Direkte Trefferzonen sind somit mit mindestens einer Schicht aus Stoff (Kleidung) zu schützen.

Indirekte Trefferzonen und verbotene Zonen müssen einen versehentlichen Treffer aushalten ohne Gefahr für den Ausrüstungstragenden.

Als minimaler Schutz ist weiterhin zwingend notwendig:

Helm mit Visier, Ellbogen- und Knieprotektoren,
Lacrossehandschuhe oder Ähnliches für die Waffenhand.

Die Schutzausrüstung wird vom Turnierorganisator gestellt.


Kampfregeln:

Es werden ausschließlich Kämpfer zugelassen, die nicht jünger als 12 Jahre und nicht älter als 17 Jahre sind (hierbei sind die Alterskategorien zu beachten).

Eine schriftliche Einverständniserklärung einer erziehungsberechtigten Person ist zwingend notwendig.

Kampfdauer: 3 Minuten.


Trefferzonen:

Als Trefferzonen gilt der gesamte Körper mit Ausnahme von: Hinterkopf, Nackenbereich, Ellbogengelenke, Unterleib, Kniegelenke, Füße.


Kampftechniken:

Erlaubt sind nur Hiebe mit der Polsterwaffe, nicht aber mit dem Knauf,
Jeglicher Einsatz von Schlägen,

Tritten oder Stößen etwa mit Fäusten, Beinen, Ellenbogen oder dem Kopf ist untersagt,

Aktive Schildverwendung ist verboten.

Ausdrücklich verboten sind Stiche aller Art, Infight, Würfe, Würgegriffe und ähnliche Aktionen.

Verboten sind Schläge auf den Rücken des Gegners.
.

Kampfbewertung:

Gewertet wird ein durchgezogener und kraftvoller Treffer mit dem oberen Drittel der Polsterwaffe in eine der Trefferzonen.

Nicht gewertet wird jeder andere Treffer mit dem anderen Bereich der Polsterwaffe.

Ein abgeglittener Treffer oder ein Treffer über die Deckung des Gegners wird genau so nicht gewertet.


Strafen für verbotene Handlungen:

Jede verbotene Kampftechnik führt zur sofortigen mündlichen Verwarnung und einem Punktabzug.

Jede verbotene Kampftechnik, die in einem Kampf zum dritten Mal eingesetzt wird, führt zur sofortigen Disqualifikation für den laufenden Kampf.


Kampfverlauf:

Die Kämpfer werden in die Arena gerufen. Sie werden durch den Ringrichter in der Arena aufgefordert sich zu begrüßen.

Sobald die Kämpfer eindeutig kampfbereit sind, sagt der Ringrichter den Kampfbeginn an.

Aufgrund beschädigter oder verschobener Rüstungsteile oder Waffen ist eine kurzzeitige Unterbrechung des Kampfes durch den Kämpfer mittels lauter mündlicher Ansage oder des Hebens der Waffenhand erlaubt.

Die Beschädigungen sollten innerhalb von kürzester Zeit behoben oder die beschädigten Gegenstände ersetzt worden sein, anderenfalls wird der Kämpfer technisch disqualifiziert und der Kampf gilt für ihn als verloren.

Bei deutlicher Überlegenheit eines Kämpfers kann ein Kampf von den Schiedsrichtern unterbrochen werden, um dem Unterlegenen eine weitere Möglichkeit zum Wenden des Kampfverlaufes zu bieten.

Jedoch hat die zweite oder spätestens dritte Kampfunterbrechung dieser Art die Niederlage des schwächeren Kämpfers zur Folge.

Kann ein Kämpfer aufgrund seines körperlichen Zustandes nicht weiterkämpfen, wird er angezählt.

Ist er nicht in der Lage, den Kampf nach 10 Sekunden fortzuführen, gilt er als besiegt durch technischen K.O.

Nach dem Ende des Kampfes kehren die Kämpfer auf ihre Ausgangspositionen zurück und warten auf die Bekanntgabe des Kampfergebnisses bzw. auf weitere Anweisungen durch die Kampfrichter.

Während der Wartezeit bleiben die Kämpfer bereit ihren Zweikampf weiter fortzuführen, falls die Schiedsrichter eine Verlängerung des Kampfes für nötig halten.

Sieger ist der Kämpfer mit mehr gezählten Treffern.

Bei Gleichstand folgt eine Verlängerung des Kampfes um 0:30 Minuten, bzw. bis ein Kämpfer 3 weitere Punkte erreicht hat.


Disziplin:

Den Aussagen der Schiedsrichter ist unverzüglich Folge zu leisten.

Jeder Schiedsrichter darf den Kampf durch eine laute Wortmeldung bzw. deutliches Zeichen, jederzeit unterbrechen.

Bei einer umstrittenen Situation, die im Regelwerk bis zu dem Zeitpunkt nicht klar definiert wurde, entscheiden die Schiedsrichter vor Ort


Sicherheit:

Vor jedem Kampf wird die gesamte Ausrüstung der Kämpfer geprüft.

Tiefschutz ist für jeden Teilnehmer Pflicht, Mundschutz wird empfohlen.

 
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